Virtual-Machine

IPv6 überall – Freifunk-Netz auf dem Laptop immer dabei

Auch im Jahr 2026 ist IPv6, fast 30 Jahre nach seiner Standardisierung, immer noch nicht der Normalfall in Netzwerken. Gerade Universitätsnetzwerke (z.B. eudroam) haben hier erheblichen Nachholbedarf.1 In diesem kleinen Blogpost möchte ich zeigen, wie ich mir IPv6-Konnektivität direkt, ohne Zusatzgeräte, auf den Laptop hole. Als sehr netten Nebeneffekt kann ich nun auch das Freifunknetz jederzeit erreichen.

Für dieses Tutorial ist es praktisch, sich die Schritte aus dem Freifunk-VM-Tutorial nochmal anzuschauen. Mit diesem Wissen ist es relativ einfach, da nur ein paar Routing-Regeln im Network-Manager dazukommen.

Freifunk in einer VM

Virtuelle Maschinen sind gleich in mehreren Punkten ein sehr praktische Werkzeug: Sie sind schnell aufgesetzt. Sie können die Ausznutzung von Hardware verbessern (indem mehrere VMs auf der gleichen Hardware laufen) und, wenn etwas kaputt geht, schmeißt man sie einfach weg.

Dieses Tutorial zeigt, Schritt-für-Schritt, wie man eine Freifunk/OpenWrt-VM auf Basis von KVM/Libvirtd mit virt-manager erstellen kann.

Alpine-Linux: Arbeitsspeicher sparen mit KSM

Nachdem ich das Virtualisierungssetup aus einem vergangenen Blogpost eine Weile betrieben hatte, haben sich schon einige VMs darin angesammelt. Da das Host-System allerdings nur 8 GiB Arbeitsspeicher hat, wurde es langsam ein wenig eng: Das Auslagern mehrerer Seiten in den Swap hat vor allem die Bedienung des Alpine-Hosts sehr zäh und unzuverlässig gemacht.

Klar könnte ich mehr RAM in mein Gerät einbauen: RAM kostet ja nicht mehr so viel. Aber zum Glück gibt es noch eine andere Lösung, die vor allem die Effizienz steigert. (Und ich bin ja eigentlich immer eher für effiziente Software. :D)

Alpine-Linux als Virtualisierer

Stellen wir uns vor, ich würde gerne folgende Sachen tun:

  • Ich möchte ein paar Dienste in meinem privaten Netzwerk laufen lassen (das ich auch bei mir auf dem Freifunkrouter konfiguriert habe, Tutorial dazu später)
  • Ich möchte aber gleichzeitig auch Dienste für das Freifunknetz anbieten.

Natürlich könnte man dafür sich zwei separate Geräte hinstellen… Aber eigentlich wäre das Ressourcen-Verschwendung. Schließlich verbraucht selbst ein kleiner Computer schon im Leerlauf rund 40 bis 50% seiner Nennleistung. Allerdings ohne dabei nennenswert Arbeit zu verrichten. Es ist also wünschenswert, dass wir nur eine Maschine hinstellen und die dafür auch ordentlich beschäftigen.